Silikone im Haar- Gut oder Schlecht? // Lina erklärt

Bei Silikonen scheiden sich die Geister. Die einen verteufeln sie, die anderen wollen nicht ohne. Sie versprechen gesundes und glänzendes Haar, doch was steht hinter diesem versprechen?

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Haare sind im Prinzip tote Materie, lange Proteinketten die geschützt werden durch eine dünne Schicht Hornzellen. Sobald das Haar aus der Harzwurzel kommt, braucht das Haar keine Vitamine oder sonstige Nährstoffe.

Doch durch äußere Einflüsse, wie Hitze oder Colorationen, kann man die natürliche Schutzschicht der Hornzellen zerstören, das Haar kann austrocknen und wird dadurch trockener und weniger glänzend.

Nichts kann diese Schäden jetzt reparieren, da hilft nur noch der Friseurbesuch.

Aber da haben die Chemiker sich gedacht, wieso nicht was erfinden, was sich wie eine neue Schutzschicht über die Haare legt und neuen Glanz verleiht? So kam man am Ende zum Produkt Silikonöl, was man heute immer noch sehr gerne in Haarprodukten verwenden.

Silikone sind synthetische Verbindungen, die im Prinzip Kunststoff sind, also Plastik. Sie legen sich ganz dünn ums Haar, um das Haar glänzender zu machen, besser kämmbar oder Hitzebeständig. Silikone erkennt ihr meist an den Endungen: -oxane, -cone, conol und -glycol. Doch Silikon ist nicht gleich Silikon.  Es gibt verschiedenste Verbindungen. Die einen sind Wasserlöslich und waschen sich beim nächsten mal waschen wieder raus, wieder andere verdunsten beim trocknen und sorgen nur für bessere Kämmbarkeit und einige wenige sind Wasserunlöslich. Und genau diese können Probleme bereiten.

Denn wenn sich Silikone am Haar anlagern, wird das Haar immer platter und sieht fettig aus. Beim Haarefärben sorgt es dafür, dass die Farbe nicht hält und wenn man ganz großes Pech hat, verkleben die Haare irgendwann. Und genau das ist mir letzte Woche passiert, weshalb ich auch auf die Idee gekommen bin diesen Post zu schreiben. (Falls euch das passiert packt ihr am besten so viel Babypuder ins Haar bis alles weiß ist, lasst das über Nacht einwirken. Dann wascht ihr das mit einem Silikonfreiem Shampoo aus. Anschließen massiert ihr Öl in eure Haare und wascht erneut eure Haare. Benutzt danach keine Spülung und keine Haarkur.) Silikonablagerungen im Haar können sich auch lösen und sehen dann aus wie viele kleinen Schuppen. Falls ihr plötzlich Schuppen bei euch bemerkt, verzichtet erstmal auf die Silikone. Falls sich dann nichts ändert, könnt ihr ein Anti-Schuppen-Shampoo verwenden.

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Sollte man jetzt auf Silikone verzichten?

Wenn man an die Umwelt denkt, sollte man sicherlich auf sie verzichten. Denn am Ende des Tages gelangt dadurch sehr viel Plastik ins Wasser.

Aber was die Haargesundheit angeht, sollte man eine gesunde Balance finden. Wenn ihr Shampoos mit Silikonen verwendet, stellt sicher, dass ihr ab und an mal ein Shampoo ohne Silikone verwendet, um alle Rückstände regelmäßig zu entfernen.

Dennoch machen Silikone eure Haare nicht gesünder. Falls ihr Spliss habt oder zu trockenen Haaren neigt, solltet ihr einmal zum Friseur und langfristig auf eine gesündere Ernährung achten, mehr Wasser trinken und euren Haaren weniger Schaden zufügen. Denn Haare können nur gesünder werden, wenn es gesünder aus der Haarwurzel kommt.

Ich persönlich werde auf Grund meiner Erfahrung vermehrt drauf achten weniger Silikone in Shampoos zu verwenden. Momentan verwende ich sogar nur Shampoo, ohne Spülung und Haarkur und meine Haare fühlen sich echt gut an, obwohl ein ganz zum Friseur längst überfällig ist.

Hoffentlich fandet ihr diesen Blogpost informativ. Schreibt mir mal in die Kommentare, ob ihr auf Silikone achtet oder nicht und was euer liebstes Shampoo ist.

Außerdem wollte ich mal fragen, was ihr interessanter findet: ein ‚Lina erklärt‘ zum Thema „Ist Glutenfrei wirklich gesünder?“ oder „Tipps und Tricks zur Erdbeerwoche“?

Bis zum nächsten mal und einen wunderschönen Start in die neue Woche! Alle Liebe, eure Lina ❤

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Ein Gedanke zu “Silikone im Haar- Gut oder Schlecht? // Lina erklärt

  1. Huhu

    Ich habe da noch nie drauf geachtet. Ich habe sehr dickes und fast lockiges Haar, das zudem noch sehr trocken ist. Ich probiere mich aktuell durch das Sortiment um ein passendes Shampoo zu finden. Auch färbe ich mein Haar nicht mehr, da dies ne mir die meisten Schäden verursacht. Ich bin großer Fan von Haaroelen, sie pflegen mein Haar sehr gut und es wirkt nicht so strohig und plustrig.
    Danke für den informativen Bericht!

    Sonnige Grüße
    Franzy

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