Klausur Survival Tips

Hallo ihr Lieben,

Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass ich im Januar Klausurphase hatte und deshalb viel mit lernen beschäftigt war. Über die letzten Jahre habe ich einige Methoden für mich entdecken können, um vernünftig zu lernen und organisiert zu bleiben. Meine Tipps werden wahrscheinlich nicht jedem helfen können, da ich vor allem Tipps habe für Menschen mit einem Visuellem Lerntypen. Aber wer weiß, vielleicht hilft euch das ein oder andere auch.

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Vor dem Semester

Vorbereitung ist das A und O. Ich fange immer damit an zu schauen welche Fächer ich bis zur nächsten Klausurphase habe. Jedes Fach bekommt dann eine eigene Farbe. Ich habe zum Beispiel für Anatomie&Histologie die Farbe Rot, für Biochemie die Farbe Pink, für Zellbiologie Grün und Philosophie Grau. Dann kaufe ich mir für jedes Fach einen eigenen Collegeblock, male ihn in der Farbe, die das Fach hat an und beschrifte ihn dann noch. So hat man alle Notizen für jedes Fach an einem Ort und muss nicht kurz vor den Klausur überall alles zusammen suchen.

Dann wird das Material gesichtet und geschaut welche Themen durch genommen werden. Ich nehme dann für Zellbiologie zum Beispiel ein grünes Blatt Papier und schreibe dann alle Themen auf. Wenn ich das für alle Fächer durch habe, hänge ich mir das alles an die Wand, um einen Überblick zu behalten.

Natürlich darf ein Kalender nicht in der Planung fehlen. Da schreibe ich alle Vorlesungen und Laborpraktika ein, die ich habe. Wieder auch für jedes Fach seine eigene Farbe. Wichtig ist mir, dass ich jeden Tag genug Platz habe und jede Stunde des Tages zu planen. So sehe ich besser wo ich zwischendurch wie viel Zeit habe.

Im Semester

Im Semester selber gehe ich zu JEDER Vorlesung. Ich persönlich habe gemerkt, dass ich vor den Klausuren, die Kapitel, die ich in der Vorlesung bereits gehört habe besser und schneller durcharbeiten kann, als die, in denen ich krank war. Und da ist es egal, ob ich die Vorlesungen des Profs eher langweilig oder genial fand. Einmal gehört, weiß man grob was in dem Kapitel vor kommt und man hat eher das Gefühl das Kapitel zu schaffen. Selbst wenn man nicht die ganze Zeit aufpasst und nebenbei die Laborvorbereitung macht oder ein Malbuch ausmalt, es bleibt mehr hängen als man denkt.

Außerdem fange ich im Semester selbst meist schon mit dem Lernen an. Dafür nehme ich mir das erste Kapitel von jedem Fach und schaue wie lange ich zum zusammenfassen und durcharbeiten brauche. Auf diese Zeit packt ihr nochmal die Hälfte drauf und plant für jedes weitere Kapitel dieses Faches diese Zeit ein. So könnt ihr in eurem Kalender schauen wo ihr Zeit habt und dann ein Kapitel dort einplanen. Ich zum Beispiel habe letztes Semester pro Kapitel Physik 45 Minuten zum Zusammenfassen gebraucht und 1h für die Aufgaben. So habe ich mir für alle 17 Kapitel jeweils 2,5 h eingeplant.

Effektiver Lernen

Ich persönlich habe immer das Problem, dass mich alles mögliche vom Lernen ablenkt. Doch was mir bis jetzt immer geholfen hat ist die App ‚OFFTIME‘ in Kombination mit Musik, die ich mit Kopfhörern höre. Offtime ist eine App, bei der ihr die meisten Apps und alle Telefonate für eine bestimmte Zeit sperren lassen könnt. Ich stelle mir meistens 45 Minuten bis 1,5h am Stück ein. In dieser Zeit lerne ich ohne Pause und ohne rumspielen. Wieso ich laute Musik auf den Ohren weniger störend finde, als die Geräusche des Alltags verstehen die meisten nicht. Aber wer sich auch von jedem Flugzeug, Vogel, Auto und co. ablenken lässt, sollte es mal mit Musik probieren. Ich bin dann immer total fokusiert.

Wer sich dennoch zu gerne vom Handy ablenken lässt, sollte Apps wie Facebook, Instagram, Snapchat und co in der akuten Lernphase löschen! Am besten schreibt ihr auch euren Freunden, dass ihr momentan lernen müsst und sie euch nicht ablenken sollen. Aus den Whatsappgruppen kann man sich auch für einige Tage verabschieden. So hat man nicht immer das Gefühl was zu verpassen.

VERGESST NICHT PAUSEN EINZULEGEN!

Euer Gehirn braucht auch zwischendurch Zeit das gelernte Sacken zu lassen. In der Regel sollte man nach 30-90 Minuten eine kleine Pause machen, je nachdem ob ihr euch in eurem Tageshöhepunkt befindet oder nicht. Dazu komme ich aber später noch. In der Pause könnt ihr ein Youtubevideo gucken, euch ins Bett legen, eine Kleinigkeit essen, Musik laut aufdrehen und tanzen oder einen Spaziergang machen. WICHTIG: Setzt euch einen Timer, damit ihr nicht stundenlang Pause macht.

Lerntypen

Was wir nie in der Schule gelernt haben, jeder Mensch lernt ein wenig anders. Während die einen durch das Zuhören alles aufsaugen können, gibt es andere, die sich eher ein Diagram innerhalb von Sekunden einprägen können. Das liegt an den Lerntypen, jeder ist eine Mischung aus ihnen. Wobei viele auch einen starken Schwerpunkt auf nur einem Lerntypen haben. Einen Test findet ihr zum Beispiel hier.

Ich habe meinen Schwerpunkt auf dem visuellem und motorischem Lerntypen. Ich kann mir Dinge sehr gut merken, wenn ich sie sehe oder schon mal gemacht habe, also quasi Learning by doing. Wenn ich lerne, dann ist es immer sehr Farbenfroh und Bilderreich. Den Lernstoff fasse ich in Bildern und Diagramme zusammen. Und wann immer ich die Möglichkeit habe, versuche ich den Lernstoff irgendwie anfassen zu können. Dagegen fällt es mir schwer nur durchs Lesen und in den Vorlesungen zuhören effektiv zu lernen. In den Vorlesungen selber muss ich immer mitschreiben, um aufpassen zu können, damit ich das was gesagt wird zusätzlich einmal sehe.

Besonders hilfreich finde ich Zusammenfassungen mit Diagrammen, die ich per Hand schreibe, Karteikarten, Lernplakate und Mindmaps.

Schlaf

Im Schlaf verarbeitet das Gehirn die Geschehnisse des Tages. Deshalb ist es sehr wichtig genügend zu schlafen. Es bringt euch nichts 12 Stunden zu lernen, aber dafür nur 4 Stunden zu schlafen, denn so kann das Gehirn den Lernstoff nicht verarbeiten. Auch kleine Mittagsschläfchen können hilfreich sein. Studien haben gezeigt, dass 36 Minuten Mittagsschlaf sehr effektiv sein können. Ich selbe stelle mir dann einen Wecker, mache die Augen zu und mache nach den 36 Minuten weiter wie vorher. Man muss dabei auch nicht wirklich schlafen, in der Zeit die Augen zu schließen reicht schon.

Zeit zum lernen

Man sollte sich genug Zeit zum lernen einplanen, aber auch darauf achten, dass man genug Pausen hat. Am besten plant ihr so, dass eure Wochenenden frei von Lerneinheiten sind. So könnt ihr, falls in der Woche was dazwischen gekommen ist, immer noch auf das Wochenende ausweichen. Zur gleichen Zeit habt ihr aber den Ansporn in der Woche alles zu schaffen, damit ihr ein freies Wochenende habt.

Ein ganz wichtiger Tipp, plant eure Lernphasen so ein, dass ihr eine Woche vor der Klausur durch seid und dennoch genug Pausen habt. Denn wenn ihr alles so plant, dass ihr am Tag vor der Klausur durch seid, muss nur einmal was dazwischen kommen und ihr werdet mit Panik die ganze Nacht vor der Klausur noch durch lernen (was man eh nicht machen sollte, weil es nichts bringt, als müde in der Klausur zu sitzen!). Mit der Woche Buffer komme ich meistens gut zurecht.

Kommen wir zu der Uhrzeit, die für euch am besten ist. Und genau das solltet ihr am besten selbst ausprobieren. Jeder Mensch hat zu einer anderen Uhrzeit seinen Hochpunkt. Ich kann mich am besten zwischen 15.00 und 19.00 Uhr konzentrieren. Manchmal kann ich sogar bis Mitternacht voll konzentriert an meinen Aufgaben sitzen. Ich bin halt eine typische Eule. Aber wie gesagt, probiert es selber mal aus. Und lernt bitte nicht 12h am Tag, 5 Stunden sollten ausreichen.

Kurz vor der Klausur

Die letzten drei bis fünf Tage vor der Klausur solltet ihr nur noch wiederholen und euch genug Schlaf gönnen. Das Wiederholen macht einen selbstbewusst darin, den Stoff wirklich zu können. Man hat selbst mit Prüfungsangst weniger Angst vor der Klausur, weil man ja oft genug wiederholt hat.

Am Tag vorher schaut ihr nochmal gründlich was ihr alles zur Klausur mitbringen müsst, es ist immer ärgerlich seinen Studentenausweis oder den Taschenrechner zu vergessen. Packt euch auch Nervennahrung und ausreichend zu trinken ein. Außerdem könnt ihr euch ein DinA4 Blatt nehmen und das wichtigste noch einmal zusammenfassen, vor allem Dinge, die ihr gerne vergesst sollten drauf stehen. Ich lese mir solche Spickzettel kurz vor der Klausur gerne noch 100 mal durch, das hilft mir dabei nichts zu vergessen.

Am Abend vor der Klausur gehe ich früh ins Bett und schaue noch einen Disneyfilm, um mich nicht verrückt zu machen. Dann versuche ich wirklich 7-8 Stunden zu schlafen. Denn ausgeschlafen schreibt sich eine Klausur einfacher.

Der Tag der Prüfung

Der Tag ist gekommen, keine Panik. Ich stehe sehr früh auf, um mich in aller Ruhe fertig zu machen. Eine Stunde vor der Klausur frühstücke ich. Denn es gibt nichts schlimmeres, als Hunger in einer Prüfung zu haben. Es sollte aber mindestens eine Stunde vorher sein, damit bis zur Klausur genug Zucker im Blut für das Gehirn zur Verfügung steht.

Eine halbe Stunde vor Begin der Klausur sitze ich schon in der Nähe des Raumes. Ich versuche immer sehr früh da zu sein, da Busse immer Verspätungen haben können. Die Zeit vor der Klausur nehme ich immer, um mir meinen Spickzettel nochmal zu verinnerlichen und mir von Freunden sagen zu lassen, dass die Klausur ganz einfach wird. Das beruhigt mich immer ungemein.

Dann geht es in den Prüfungsraum und die Klausur wird geschrieben.

Ich hoffe ich kann irgendjemandem mit meinen Tipps helfen, ich weiß ja selbst wie schwer es ist zu studieren. Was hilft euch während des Studiums? Schreibt es in die Kommentare.

Ich wünsche allen, die momentan in der Prüfungsphase sind ganz viel Erfolg ❤

Bis zum nächsten mal, alles Liebe eure Lina.

 

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