Wenn das Bloggen „nur“ ein Hobby ist – Gedankenfrei

Wenn ich Freunden erzähle, dass ich Blogge, gibt es die verschiedensten Reaktionen. Die einen können damit gar nichts anfangen und verstehen das gar nicht, andere stellen tausend Fragen und wieder andere denken ich würde alles zugeschickt bekommen und Geld damit verdienen. Ich finde es immer wieder lustig was für Vorurteile so im Umlauf sind.

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Ich persönlich Blogge, weil ich es liebe mich kreativ auszutoben. Am liebsten mag ich es Texte zu schreiben und meine Gedanken zu teilen. Mittlerweile habe ich sogar Spaß am Fotografieren gefunden, vor allem daran immer wieder neue Hintergründe für meine Bilder auszuprobieren. Und wo kann man sowas besser ausleben als auf einem Beautyblog?

Für mich ist das ein Hobby, wie für andere das Fotografieren oder Malen. Deshalb finde ich es immer komisch, wenn man Vorurteilen begegnet oder Unverständnis. Wenn jemand als Hobby gerne Acryl Bilder malt, wird gerne mit Faszination geantwortet.

Blöd finde ich es nur, wenn man uns Hobby Blogger in einen Topf steckt mit den Berufsbloggern. Die nehmen sich mehr Zeit dafür, haben qualitativ hochwertigeres Equipment und sehr oft auch Kooperationen. Ich dagegen kaufe das meiste selber und arbeite mit sehr einfachen Mitteln. Und neben einer Vollzeit Ausbildung und einem Nebenjob auf Teilzeitbasis, bleibt oft nicht die Zeit um alles so perfekt zu machen, wie man es gerne hätte. Sehr lange habe ich mich mit den großen verglichen, bis ich verstanden habe, dass wir auf der jeweils anderen Seite des Rheins stehen. Ich mache jetzt mein eigenes Ding. Ich versuche gar nicht mehr Bilder mit perfekt weißem Hintergrund zu schießen, weil mir das Equipment fehlt und ich dadurch zu coolen kreativen Alternativen greifen muss. Ich kann mir auch nicht immer alles kaufen, was ich gerne testen würde. Meistens weil mir auch die Zeit fehlt um auf LE jagt zu gehen.

Aber ich weiß wie viel Arbeit so ein Blog macht. Erst musst du dir überlegen worüber du bloggen willst. Dann brauchst du meistens Bilder, die musst du erstmal machen. Dabei ist dann zu beachten, dass die Hintergründe passen, man bei Tragefotos perfekt geschminkt ist und wo gerade das Licht am besten ist und ob man noch Lampen aufbauen muss. Das kann alleine schon Stunden dauern. Vor allem dann, wenn es nicht so schön wird wie man es sich vorgestellt hat. Dann kommt das bearbeiten. Und da muss man daran denken, dass die Bilder zwar schön aussehen sollen, aber man die Farben so lassen muss, wie sie in echt sind. Manchmal fängt die Kamera die Farben auch nicht richtig ein und man muss die Bilder neu machen. Anschließend kann man sich dann erst an den Text machen. Bei mir dauern die Kinomonate und Beiträge zur Reihe Lina erklärt immer am längsten vom Schreiben her, weil ich immer überlegen muss, wie man den Film kurz beschreiben kann ohne zu spoilern und bei Lina erklärt muss ich teilweise Fachlektüren und Studien lesen, um euch keinen Blödsinn zu erzählen.

Aber auch im Vorhinein muss man sich sehr viel beibringen, um seinen Blog so zu gestalten, wie man ihn gerne hätte. Ich war erst nach knapp einem Jahr zufrieden mit meiner Gestaltung und das wäre ohne meine Freunde, die ich durch das Bloggen kennen gelernt habe, nicht möglich gewesen. Denn wir tauschen uns gerne aus.

Wer glaubt, dass man als Beautyblogger alles umsonst bekommt und Schubladen voller Schminke hat, der irrt sich in meinem Fall. Mein Make-up passt in meinen Ikea Brimnes Schminktisch, der kleiner ist als der Malm Schminktisch, den ich übrigens auch hatte und als Fernsehtisch umfunktioniert habe, da es innen so trostlost ausgesehen hatte. Dann habe ich eine Schublade für Dinge wie Bodylotion, Deos und Sonnencreme und seit neustem eine Schublade für die Haare, weil ich vor kurzem das gesamte Dessange Haarpflegesortiment gewonnen habe und das natürlich nicht in die Dusche gepasst hat. Und das meiste von meinem Besitz habe ich selbst gekauft. Ab und an bekomme auch ich mal was zu geschickt, darüber bin ich auch sehr dankbar. Aber ich verschenke auch mal gerne Produkte, die ich gut finde und von denen ich weiß, dass sie meine Mädels öfter benutzen als ich.

Und obwohl ich noch nie auf einem Bloggerevent war, habe ich bis jetzt so viele tolle Mädels kennen gelernt! Und da kommen wir zu einem weiteren Vorurteil. Denn oft wird gesagt, dass Blogger untereinander zickig zueinander sind.  Und natürlich gibt es da, wo viele Mädels aufeinander treffen, Neid und Zickereien. Sowas habe ich sogar schon mal erlebt. Aber überwiegend habe ich nur super nette Blogger getroffen. Und die waren bei persönlichen Treffen sogar noch sympathischer als im Internet schon.

Ich liebe mein Hobby, auch wenn ich oft aufhören wollte. Aber nichts ist schöner als eine Plattform gefunden zu haben, in der man sich komplett austoben kann. Doch niemals würde ich meinen Job aufgeben. Denn dann würde mir der Ausgleich fehlen und vor allem die sozialen Kontakte. Ich liebe meinen Job und ich könnte es mir nicht schöner vorstellen, als so wie es momentan ist. Am Tag Ergotherapeutin und bei Nacht Bloggerin.

Alles Liebe, eure Lina 💕

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P.s.: Jetzt könnt ihr bei der lieben Mareike vorbei schauen. Denn sie hat über das selbe Thema auch was geschrieben. Sie ist meine Partnerin in Crime bei der Gedankenflug-Kolumne. Eine 22-jährige Beautybloggerin aus dem wunderschönen Berlin. Sie ist einfach das totale Mädchen, im Gegensatz zu mir. Und auch sonst sind wir total unterschiedlich. Aber genau deshalb ist es immer wieder spannend zu sehen, was sie zu den selben Themen zu sagen hat.

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