Raus aus der Comfort Zone // Lina erklärt

Früher dachte ich immer ich sei Introvertiert, weil ich mich oft nicht getraut habe bei fremden Menschen was zu sagen und auch angst vor zu viel Nähe hatte. Vor Prüfungen habe ich immer geheult und auch größere Menschenmengen habe ich gemieden. Mit dieser Situation habe ich mich sehr unwohl gefühlt, habe mich aber auch nicht getraut aus diesem Schutzbunker raus zu kommen. Wenn ich das Menschen erzähle, die mich erst seit einigen Monaten kennen, glauben die mir das nicht. Weil ich einfach komplett anders bin mittlerweile. Und wenn ich das geschafft habe, schafft ihr das bestimmt auch.

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Es gibt immer diesen einen Moment, wo es Klick macht und man unbedingt etwas ändern will, das einen so einschränkt. Bei mir waren es immer wieder regelrechte Panikattacken, wenn ich auf Dates gehen wollte. Betonung liegt auf WOLLTE, denn im Endeffekt habe ich immer abgesagt. Neben all dem anderen Mist, habe ich mir irgendwann einfach gedacht „WARUM?“. Warum habe ich immer und überall solch eine Angst? Und ich hatte keine Antwort darauf.

Ich wollte Schritt für Schritt Dinge tun, vor denen ich Angst hatte. Irgendwann habe ich eine Challenge gefunden, die mein Leben positiv geändert hat. Und zwar die Comfort Zone Challenge. Damals (vor einem Jahr) gab es noch eine aktive Community auf Facebook mit einigen Aufgaben. Und die erste Aufgabe war es, sich auf einem belebten Platz einfach auf den Boden zu legen und dann ein Beiweisfoto davon zu machen. Das klingt so einfach, aber ich habe eine Woche mit mir gerungen, bis ich es endlich gemacht habe.

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Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie geil es sich angefühlt hat! Wenn du da unten liegst, strömt erstmal das Adrenalin, weil du denkst, dass dich jeder anstarren wird. Aber dann ist man einfach nur erleichtert und genießt die Sonne. Von da an wusste ich, manche Dinge finden bei anderen gar nicht so viel Beachtung, wie du denkst. Und vor manchen Dingen braucht man keine Angst zu haben, weil es keinen Grund gibt Angst zu haben.

Ich habe immer mehr kleine Challenges gemacht. Fremden Menschen ein Kompliment gemacht, mir die Haare schwarz gefärbt von Hellblond und vieles mehr.

Dann habe ich mehr Dinge gemacht, die ich liebe. Ich bin auf Konzerte gegangen und da sogar in den Moshpit, wovor ich wahnsinnige Angst hatte. Und mittlerweile bin ich immer von Anfang an dabei im Moshpit. Mir macht es auch nichts mehr aus alleine ins Kino oder auf Veranstaltungen zu gehen. Denn es juckt niemanden mit wem du dort bist. Diese Dinge zu realisieren hat mir unfassbar geholfen.

Für die letzten Kleinigkeiten, hatte ich noch ganz andere Tricks. Ich habe mir zum Beispiel Selbsthilfebücher zum Thema Angst gekauft. Und durch meine Ausbildung habe ich Stärken an mir entdeckt, von denen ich vorher gedacht hätte, sie wären so selbstverständlich. Denn wir müssen andauernd Selbst- und Fremdwahrnehmungen machen und dabei lernt man sehr viel über sich.

Diese ganzen Erfahrungen und auch die Tatsache, dass ich endlich ein gesundes Selbstbewusstsein habe, machen mich als Mensch sehr glücklich. Ich brauche nicht viel, um gute Laune zu haben und andere Menschen damit anzustecken. Ich weiß jetzt auch, dass ich ein sehr extrovertierter Mensch bin und liebend gerne auf fremde Menschen zu gehe. Ich bin einfach nur glücklich und damit hätte ich niemals gerechnet.

Wenn ihr noch was über das Ding mit dem Selbstbewusstsein lesen wollt, dann schaut mal hier vorbei, darüber habe ich letzte Woche einen Beitrag geschrieben.

Ich hoffe ich konnte wenigstens einem Menschen den Input geben, das auch mal auszuprobieren und so vielleicht auch ein bisschen die Angst zu verlieren. Nächste Woche Sonntag gibt es dann wieder um 12 Uhr einen Beitrag darüber, warum es wichtig ist, auch mal traurig zu sein. Habt einen wunderschönen Sonntag ❤

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Ein Gedanke zu “Raus aus der Comfort Zone // Lina erklärt

  1. Solche Erfahrungen zu machen, ist nicht gerade einfach aber ich fühle mich dann immer umso besser, wenn ich etwas geschafft habe. Und wenn ich es erst einige Male ausprobiert habe, fühlt es sich letztlich gar nicht mehr so „schlimm“, so „unüberwindbar“ an. Es gibt einem neues Selbstbewusstsein und ich bin einfach nur glücklich. Toller Post, Danke! 🙂 Ich hoffe, andere können sich etwas aus deinem Post mitnehmen.

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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