Rock am Ring – trotz Terrorwarnung, Campingchaos und Regen – ein perfektes Wochenende

Zu Weihnachten haben mir meine Eltern einen großen Traum erfüllt, denn dieses Jahr ging es für mich zum ersten mal auf ein richtig großes Festival. Und nachdem ich leider meine Karten für das Hurricane Festival gegen welche für Rock am Ring tauschen musste, war ich zuerst echt deprimiert. Aber mit jedem Tag habe ich mich immer mehr gefreut auf den Abreisetag. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht.

20170602_190516

Donnerstag

Am 1. Juni war es soweit, nach der Klausur in Staatskunde durfte ich die Schule verlassen und machte mich auf zum Ring. Um 11.30 Uhr hatten wir eine perfekte Hinreise, ohne Stau. Am Parkplatz angekommen mussten wir erst durch die Gepäckkontrolle bevor wir unseren Campingplatz suchen konnten. Die Gepäckkontrollen waren sehr gründlich und gingen zu der Uhrzeit noch ganz flott. Als andere aus unserer Gruppe nachgekommen sind, standen die stundenlang an. Der erste Tag war sehr entspannt und ich würde die Anreise nächstes Jahr genauso gestalten.

20170604_215048

Freitag

Am Freitag war es endlich soweit. Die ersten Bands haben das Festival eröffnet. Wir mussten vom Green Camping bis zum Eingang B zu Fuß eine halbe Stunde laufen, aber das war für uns alle kein Problem. Dort angekommen kauften wir uns zuerst einen Pullover, denn obwohl es echt warm war, darf man nicht unterschätzen wie kalt es am Abend bei den letzten Bands wird. Zuerst ging es an die Center Stage zu Skindred. Wobei ich sagen muss, dass ich die Center Stage einfach nicht mochte und dann einfach mal zur Beck’s Stage gegangen bin. Dort überraschten uns 2Cellos mit zwei Cellos. Aber als noch ein Schlagzeug dazu kam und bekannte Rocksongs gecovert wurde, stieg die Stimmung.

20170602_183141

Im Anschluss wurde meine Teeniezeit geweckt mit Simple Plan. Die mal live zu sehen war echt cool, aber leider konnte ich sie nicht zuende sehen, denn eine meiner Lieblingsbands warteten schon an der Alternastage auf mich- Mallory Knox. Es war echt ein unfassbar geniales Erlebnis dort. Es waren gar nicht so viele Menschen da, aber alle sind abgegangen und haben jedes Lied mitsingen können. Und so nah an der Band zu sein, die man seit Jahren liebt, ist auch was echt tolles!

20170602_195113

Im Anschluss ging es zurück zur Beck’s Stage, denn schon vom weiten hörte man Rag’n’Bone Man. Das ist der Typ der auch Human gesungen hat. Und der singt live noch viel geiler als auf CD. Er ist einfach ein unfassbares Talent! Nach ihm dann der unerwartet letzte Auftritt des Tages, den wir bei der Band Basement an der Alternastage erlebten. Auch hier waren wieder nur wenige Menschen, aber alle waren gut drauf. Und dann kam das letzte Lied der Band, das dann aber durch die Lautsprecher unterbrochen wurde. Die Band merkte davon nichts und wir hörten nur irgendwas mit Terrorwarnung. Wir brüllten die Band an, dass sie unbedingt aufhören muss zu spielen. Zum Glück kam die Durchsage nochmal und der Band wurde auch erklärt was los ist. Bei uns an der Alternastage gab es zum Glück keine Panik. Wir applaudierten noch der Band Basement und machten uns auf dem Weg zum Campingplatz. Wir ließen uns die Laune nicht verderben und sangen den gesamten Weg Lieder. Vom eisgekühlten Bormelunder bis hin zu Schrei nach Liebe. 20170602_212723

Samstag

Der Samstag war für mich der heftigste Tag. Um ganz in ruhe duschen zu können, war ich schon gegen 7 Uhr morgens wach. Um 14 Uhr waren wir auch schon pünktlich zur ersten Band Lower than Atlantis an der Center Stage. Ich kannte die Jungs schon und fand sie bei dem Auftritt sogar besser als beim ersten mal. Weiter ging es mit DONOTS, einer echt coolen deutschen Punk Rock Band, die wie immer Stimmung gemacht hat.

Zu dem Zeitpunkt stand ich in der zweiten Reihe, weil eine weitere Lieblingsband von mir danach dran war und ich diese hautnah erleben wollte. Aber leider wurde die erste Reihe mit Fans von den Toten Hosen belagert und die haben mir die erste Reihe nicht mal für nur ein Lied von Sum 41 gegönnt. Und obwohl ich diese Band wirklich liebe, mit den letzten beiden Konzerten konnte dieser Auftritt nicht mithalten. Es waren einfach zu wenig Fans in meiner Umgebung, die so mit abgegangen sind.

20170603_163450

Weil ich dann die Center Stage satt hatte, bin ich ein wenig über das Gelände gewandert und habe dann an der Alternastage jemanden aus meiner Gruppe wieder gefunden. Wir haben uns über 4 Stunden lang in die Moshpits, Circle Pits und Wall of Deaths gestürtzt zu der Musik von The Raven Age, Motionless in White, Suicide Silence und meinem absolutem Highlight des gesamtem Festivals Beartooth. Von Band zu Band wurden es mehr Leute, aber die Masse war immer überschaubar. Wir haben zeitweise die Bands sprachlos gemacht und wir hatten Spaß ohne Ende. Der mit Abstand schönste Moment war bei Beartooth, als ich weiß gar nicht mehr welches Lied angestimmt wurde und der Sänger meinte, dass wir einfach random Leute Huckepack nehmen sollen. Mich hat dann ein fremder hoch genommen und genau in dem Moment hat es leicht angefangen zu rieseln und das Lied fing an.

20170604_005131

Ich glaube ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie fertig ich war. Und trotzdem habe ich mir noch aus der letzten Reihe die letzten Lieder von den toten Hosen angeschaut. Und als einzige meiner Gruppe habe ich mich zwei Stunden in den Regen gestellt, damit ich den Auftritt von Kraftklub noch sehen kann. Dieser war echt genial von der Bühnenshow her. Aber weil ich beinahe im Stehen eingeschlafen bin, machte ich mich vor Ende auf den Weg zum Zeltplatz. Aber im Oktober werde ich die Jungs zum Glück nochmal sehen und diesmal bis zum bitteren Ende.

Sonntag

Weil ich so schlau war keine Ersatzschuhe mit zu nehmen und meine Chucks komplett durch genässt waren, machte ich mich zwei Stunden später als der Rest der Gruppe auf dem Weg zum Gelände. Immerhin war ich pünktlich für Feine Sahne Fischfilet. Auftritte von denen sind immer vom feinsten asozial und es zündet immer mindestens einer einen Bengalo. Aber irgendwie macht es doch immer Spaß. Und beim letzten Lied habe ich mich getraut und war Stage diven. Falls ihr die Möglichkeit habt sowas zu machen, probiert es auch!

20170604_171338

Danach haben wir uns aus der Menge gezogen und haben mit leckerem Essen den Auftritt von Marteria verfolgt. Was danach kam weiß ich gar nicht mehr so genau, ich weiß nur noch, dass ich in dem Haus von Rockstar Energy den Auftritt einer unbekannten Band gesehen habe.

20170604_204137

Später haben wir uns darauf geeinigt die erste Hälfte von System of a Down zu hören, die ich nicht so toll fand, um dann zu Annemaykanterei zu gehen. Wenn Macklemore nicht das Festival beendet hätte, wäre ich wahrscheinlich nach Marteria nach Hause gefahren. Aber es hat sich gelohnt. Denn Macklemore ist einfach nur unfassbar genial auf der Bühne! Er hat Witze gemacht, mit dem Publikum geredet und sogar zwei Leute auf die Bühne geholt für einen Dancebattle. Ich habe jede Sekunde genossen und bin überglück um 2 Uhr nachts auf meine Luftmatratze gefallen.

20170605_013313

Mein Fazit?

Rock am Ring war ein Erlebnis, das ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Und nächstes Jahr werde ich auch wieder dabei sein.

Aber nächstes Jahr muss ich daran denken, ein zweites Paar Schuhe einzupacken und dann auch bequemere Schuhe als Chucks.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Rock am Ring – trotz Terrorwarnung, Campingchaos und Regen – ein perfektes Wochenende

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s